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Schwäbische Zeitung Online: Junge Liste will Teilorte stärken

Seit 1999 gibt es die „Junge Liste“. Sie bringt junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren mit „jungen Themen“ an den Ratstisch. Das Ziel: Drei Sitze, um als eigene Fraktion in den Gemeinderat zu ziehen. Der Sprecher der fünfzehn Kandidaten heißt Dirk Riegger, der bereits Erfahrung im Gemeinderat sammelte.

(Bad Saulgau) Die Arbeit der "Jungen Liste" habe für Bad Saulgau viel gebracht. Riegger nennt den Erfolg des Jugendprojekts als Beispiel. Die "Junge Liste" befürworte die erneut beschlossene Fortführung des Vertrages mit dem Haus Nazareth zum Betrieb des Kinder- und Jugendbüros in Bad Saulgau. "Dieser Bereich wächst weiter. Durch die Junge Liste ist der Gemeinderat insgesamt gegenüber solchen Themen offener geworden," macht der 33-Jährige deutlich. Solche Erfolge würden auch seine Motivation verstärken, seine Heimatstadt weiter mitzugestalten. Die Sichtweisen der jungen Menschen kämen so in viele wichtige Themenbereiche.

"Es war nicht ganz einfach", sagt Riegger zur Kandidatensuche. Auf seine Anfragen bekam er öfters Antworten zu hören wie "Keine Zeit, ich bin leider weg zum Studieren". Trotzdem sei es gelungen, eine gute Mischung zu bekommen. Die Kandidatenliste setze sich aus verschiedenen Altersgruppen und unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen. Neben Themenbereichen wie Schulsozialarbeit haben sich die Nachwuchspolitiker auch Themen wie "Städtische Finanzen" ins Programm geschrieben. "Große Vorhaben wie die Sanierung der Schulen müssen weiter vorangebracht werden, aber nicht durch immer höhere Kreditaufnahmen zu Lasten nachfolgender Generationen", sagt Riegger. Diese Investitionen sollten mit Eigenmitteln finanziert werden. Voraussetzungen dafür seien Einsparungen im Verwaltungshaushalt. Konkret hat Riegger dabei beispielsweise die Abschaffung von Doppelstrukturen im Blick. Der kulturelle Bereich gehöre ganz in die Tourismusbetriebsgesellschaft und nicht teilweise auch noch in die Stadtverwaltung. "Wir möchten die Teilorte mit einem eigenen Budget stärken", nennt Riegger ein weiteres Schwerpunktthema. Dadurch würden Verwaltungswege abgebaut und neue Möglichkeiten der Mitgestaltung entstünden.

"Es waren bei den einzelnden Wahlveranstaltungen zwischen null und zehn Besucher da", stellt der 33-Jährige zur Halbzeit fest. Die Kandidaten hätten sich gut geschlagen und in Diskussionen ihre politische Feuertaufe bestanden.

(Erschienen: 01.06.2009)

Quelle: http://www.szon.de/lokales/badsaulgau/badsaulgau/200906010007.html

 
 

Wahlergebnis der Gemeinderatswahl Bad Saulgau


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